One Two
Kontakt

Prof. Dr. Tanja Manser

Direktorin

 

Sekretariat

Montag bis Donnerstag

08.30 - 12.30 Uhr

Petra Prämaßing

Tel:  +49 (0)228 73 8366

Fax: +49 (0)228 73 8305

ifps@ukb.uni-bonn.de

 

Institut für Patientensicherheit

Stiftsplatz 12

53111 Bonn

 

Universitätsklinikum Bonn

Gebäude 05 (Augenklinik)

Sigmund‑Freud‑Str. 25

53127 Bonn

 

 Logo-Stiftungsprofessur.jpg

 

 

Das IfPS ist vertreten im Beirat:

Logo_CIO-Koeln-Bonn_RGB.png

 
Sie sind hier: Startseite Projekte European Union Network for Patient Safety and Quality of Care – PaSQ Joint Action

European Union Network for Patient Safety and Quality of Care – PaSQ Joint Action

Projektmitarbeiterinnen: Dr. Antje Hammer & Martina KatteinLogoFull2.png

Laufzeit: 04/2012 - 03/2016

Gefördert von: Europäische Kommission/Bundesministerium für Gesundheit


Hintergrund

Das „European Union Network for Patient Safety and Quality of Care (PaSQ)“ ist eine gemeinsame Aktion (Joint Action) europäischer Mitgliedsstaaten zur Förderung der Zusammenarbeit in den Bereichen Patientensicherheit und Qualität in der Gesundheitsversorgung. Des Weiteren soll die Implementierung der Empfehlungen des Rates zur Sicherheit der Patienten („EU Council Recommendation on Patient Safety“) aus dem Jahr 2009 unterstützt werden.

Wissensaustausch und gemeinsames Lernen stehen bei PaSQ im Vordergrund. Hierzu werden europaweit Informationen zu Praktiken im Bereich Patientensicherheit und Qualität in der Gesundheitsversorgung gesammelt und unter den Akteuren im Gesundheitswesen aller teilnehmenden Länder ausgetauscht. Außerdem werden im Rahmen von PaSQ vier ausgewählte Patientensicherheitsmaßnahmen in Partnerinstitutionen in 18 Ländern implementiert und evaluiert.

Zielsetzung

Das „European Union Network for Patient Safety and Quality of Care“ (PaSQ) ist ein Nachfolgeprojekt des Projektes EUNetPaS. Ziel von PaSQ ist der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks der europäischen Mitgliedsstaaten, um Wissen über Maßnahmen und Praktiken zu Patientensicherheit, klinischem Risikomanagement und Qualitätsmanagement auszutauschen und gemeinsam und voneinander über solche Maßnahmen zu lernen. Mehr als 60 Organisationen, Ministerien und Institute und internationale Stakeholder-Organisationen aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie aus Norwegen sind an dem Projekt beteiligt.

Methodik

Im Rahmen von sieben Arbeitspaketen (Work Packages, WPs) erfolgte ein Wissensaustausch für Experten und in der Praxis Tätige mittels bestimmter Austauschmechanismen (Exchange Mechanisms). Darüber hinaus wurde eine Internetplattform eingerichtet, um Maßnahmen und Projekte zu Patientensicherheit und Qualität in der Gesundheitsversorgung zu verbreiten. Seit Januar 2014 können sich Interessierte auf der Wiki-Plattform (www.pasq.eu) in einer öffentlich zugänglichen Datenbank über sämtliche Projekte und Maßnahmen informieren, die durch PaSQ erfasst wurden. Bis zum Ende der Projektlaufzeit ermöglichte die PaSQ-Webseite zudem die aktive Meldung von sogenannten „Good Practices“.

Good Practices können auf lokaler, klinischer Ebene implementiert sein, wie beispielsweise Behandlungspfade im Krankenhaus oder Qualitätsmanagement in der Praxis (Patient Safety Practices), oder als systembasierte Praktiken auf regionaler oder nationaler Ebene implementiert sein (Good Organisational Practices).

Für Deutschland sind das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ, Nationale Kontaktstelle für Deutschland) und das Institut für Patientensicherheit (IfPS), letzteres im Auftrag des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS), am Projekt beteiligt. Das IfPS ist insbesondere in die Sammlung und den Austausch von Maßnahmen zu Patientensicherheit (WP 4) und von Maßnahmen zu Qualität in der Gesundheitsversorgung in der EU (WP 6) eingebunden. Darüber hinaus ist das IfPS durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit der Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland betraut.

Ergebnisse

Bis Ende 2014 wurden insgesamt 504 PSPs gemeldet. Von den 504 gemeldeten Praktiken konnten 130 als übertragbare Praktiken klassifiziert werden. Davon wurden 47 als übertragbar und sicher klassifiziert. Hierbei wurde nochmals zwischen Clinical Practices und Clinical Risk Management Practices unterschieden. Darüber hinaus wurden bis Ende 2014 insgesamt 146 GOPs gemeldet. Diese konnten 18 verschiedenen Themenkategorien zugeordnet werden. Im Berichtsjahr 2014 wurden anlässlich der Aktivitäten zum Wissensaustausch mehr als 20 Exchange Events in den PaSQ-Ländern durchgeführt.

Im Mai 2015 organisierte das IfPS mit Unterstützung des ÄZQ eine Abschlusskonferenz der ersten dreijährigen Projektlaufzeit für PaSQ Deutschland. Vorgestellt und diskutiert wurden bisherige Projektaktivitäten sowie ausgewählte Good-Practice-Beispiele und Erfahrungen mit der Implementierung solcher Maßnahmen. Eine Dokumentation der Konferenz ist hier verfügbar.

Schlussfolgerungen

Die Meldungen der zahlreichen Good Practices auf der Wiki-Plattform verdeutlichen, welch vielfältige Wege zur Sicherstellung von Patientensicherheit und Versorgungsqualität in Forschung, Entwicklung und Implementierung bereits beschritten wurden. Damit ist in der Praxis bereits ein immenses Potential an lokalem Erfahrungswissen vorhanden, das noch deutlich mehr genutzt werden sollte, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Mit dem Projekt PaSQ haben wir uns dafür engagiert, diesen Austausch regional und international zu fördern.

Zugleich zeigten die Erfahrungen mit der Implementierung von Maßnahmen der Patientensicherheit und Versorgungsqualität, dass hierbei besondere Relevanz der konsequenten Unterstützung durch die Leitungsebenen, einem entsprechenden Ressourceneinsatz sowie der Herstellung von Akzeptanz bei allen Beteiligten zukommt. Eine intensivierte Implementierungsforschung kann dazu beitragen, die den Umsetzungsproblemen zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen und verbesserte Interventionen zu gestalten.


Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von PaSQ unter www.pasq.eu   
Bei Rückfragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte gerne an unser Institut (IfPS, Antje.Hammer@ukb.uni-bonn.de) oder an das ÄZQ in Berlin (PaSQ_Germany@azq.de).


Folgende Publikationen sind bisher im Zusammenhang mit dem Projekt entstanden:
  • Institut für Patientensicherheit (Hrsg.) (2015). Steigerung von Qualität und Patientensicherheit: Ideen und Umsetzung. Abschlusskonferenz PaSQ Deutschland. Bonn, 04. Mai 2015. Tagungsdokumentation. Bonner Beiträge zur Patientensicherheit. Beitrag 1. Bonn: IfPS. (Print und Online; Download der Online-Ausgabe).
  • Fishman, L., Mehrmann, L., Lietz, M., Lessing, C. & Thomeczek, C. (2014). Zwischenstand der Joint Action "European Union Network for Patient Safety and Quality of Care (PaSQ)". Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen (ZEFQ), 108(1), 51-52.

  • Lietz, M. & Lessing, C. (2014). Exchanging Knowledge about Patient Safety Practices among EU member states: A progress Report from the European Union Network for Patient Safety and Quality of care, PaSQ Joint Action. Journal of Medical Safety, 1, 94-96.

  • Lietz, M. (2014). Patientensicherheit und Qualität in der Europäischen Union. Klinik | Wissen | Managen, 2(3), 14-17.

Artikelaktionen