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Stellungnahme des Instituts für Patientensicherheit
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Pressemitteilung des Institut für Patientensicherheit
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Projekt Kleinräumige Epidemiologie

Erhebung von unerwünschten Ereignissen, vermeidbaren unerwünschten Ereignissen, Fehlern und Beinaheschäden in kleinräumigen Settings

Hintergrund
Ein elementarer Bestandteil des Qualitäts- und Risikomanagements ist die Sammlung von Daten, sowohl zur Analyse und Identifizierung von Problembereichen, als auch zur Evaluation sich daraus ergebender Patient Safety-Maßnahmen. Obwohl international und national eine Vielzahl unterschiedlicher Bestrebungen unternommen und sicherheitsfördernde Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung eingeführt wurden, herrscht Uneinigkeit darüber, wie die Erfolge solcher Maßnahmen gemessen werden können. Zudem erschwert die Verwendung unterschiedlicher Datenerhebungsverfahren die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Die beispielsweise vielerorts implementierten Critical Incident Reporting Systems (CIRS) sind wichtige Elemente und zugleich Ausdruck einer sich etablierenden Sicherheitskultur, indem sie Ursachenanalysen nach einem Zwischenfall ermöglichen. Die freiwillig und anonym gesammelten Ereignisberichte lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Häufigkeit der in einer Einrichtung auftretenden, sicherheitsrelevanten Ereignisse zu. Bestenfalls können anhand der gemeldeten Häufigkeiten Tendenzen hinsichtlich der Meldebereitschaft der Mitarbeiter ausgemacht werden.

Ziel

In dem Projekt „Kleinräumige Epidemiologie“ werden deshalb Methoden untersucht, mit denen die Endpunkte unerwünschte Ereignisse (UE), vermeidbare unerwünschte Ereignisse (VUE), Fehler (F) und Beinaheschäden (BS) in kleinräumigen Settings, wie einzelnen Stationen, Abteilungen oder Versorgungsbereichen, erhoben werden können.

Methodik

Ausgangspunkt des Forschungsprojektes sind die Ergebnisse des APS-Vorprojektes in Form einer umfassenden Übersichtsarbeit zur Erfassung der vier Endpunkte sowie eine kürzlich durchgeführte ergänzende Recherche zu methodischen Studien. In weiteren Schritten sollen bereits angewendete Verfahren zur Messung von UE, VUE, F und BS in einer Übersicht dargestellt und bewertet sowie in Deutschland vorhandenes Expertenwissen in diesem Bereich zusammengeführt werden. Bereits vorhandene Verfahren sollen so modifiziert werden, dass sie im Versorgungsalltag des deutschen Gesundheitswesens anwendbar sind und ein aussagekräftiges Abbild der Häufigkeit der benannten Endpunkte geben können. Hierbei sind die Aspekte der Machbarkeit und Anwendbarkeit eines solchen Verfahrens in der Praxis ebenso zu berücksichtigen wie Messgenauigkeit und Wiederholbarkeit.

Erwartete Ergebnisse

Ziel des Projektes ist es, Empfehlungen zur Messung der vier Endpunkte, beispielsweise in Form von Studienprotokollen, anbieten zu können. Ein Beispiel für ein solches Verfahren ist das vom Institute for Healthcare Improvement (IHI) entwickelte und zur Verfügung gestellte Global Trigger Tool als eine für die Praxis modifizierte und anwendbare Form des Chart-Review-Verfahrens (Aktenanalyse) zur Erfassung unerwünschter Ereignisse.
Die Projektlaufzeit ist auf insgesamt fünf Jahre ausgelegt (bis 2013) und die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin sowie Unterstützung durch studentische wissenschaftliche Hilfskräfte sind vorgesehen. Angesiedelt ist das Projekt im IfPS in der Abteilung Evaluationsforschung unter Leitung von Frau Dr. Lessing.

AS


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